8. Mai: Erinnerung als Auftrag für die Zukunft
07.05.2026
Der 8. Mai 1945 markiert das Ende des dunkelsten Kapitels der europäischen Geschichte. Mit der Befreiung vom Nationalsozialismus kehrten Hoffnung, Menschlichkeit und die Chance auf einen Neuanfang zurück. Millionen Menschen waren zuvor Opfer von Verfolgung, Krieg und Vernichtung geworden. Ihr Schicksal bleibt Mahnung und Verantwortung zugleich. Auch in Kärnten begann nach Jahren von Angst und Unterdrückung ein schwieriger Wiederaufbau – getragen von Menschen, die an Demokratie, Solidarität und ein gerechteres Morgen glaubten.
Tag des Innehaltens
Für SPÖ-Landesgeschäftsführer David Pototschnig ist der Tag der Befreiung tief in der sozialdemokratischen Identität verankert:
„Für die Sozialdemokratie ist der Tag der Befreiung mehr als ein historisches Datum. Er ist Teil unserer politischen DNA. Er erinnert uns daran, wofür wir stehen: für Freiheit, für soziale Gerechtigkeit, für ein Leben in Würde für alle.“ Gleichzeitig warnte Pototschnig davor, demokratische Werte als selbstverständlich zu betrachten: „Und er erinnert uns daran, wohin Ausgrenzung, Hass und das Aufweichen demokratischer Werte führen können.“
Auch Landeshauptmann Daniel Fellner betont die Verantwortung, die aus der Geschichte erwächst.
„Der 8. Mai ist ein Tag des Innehaltens und der Verantwortung. Wir gedenken der Millionen Opfer des Krieges. Ihr Leid verpflichtet uns, die Erinnerung wachzuhalten und Lehren für die Gegenwart und Zukunft daraus zu ziehen“,
so Fellner. Gerade angesichts internationaler Spannungen und zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung brauche es ein klares Bekenntnis zu Demokratie, Frieden und Menschlichkeit.
Zusammenhalt
Sowohl Fellner als auch Pototschnig warnen vor autoritären Entwicklungen und gesellschaftlicher Spaltung. Demokratie lebe vom Engagement jener Menschen, die nicht wegsehen, wenn Menschen gegeneinander ausgespielt werden.
„Es liegt an uns, die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit so zu bewältigen, dass niemals wieder die Gefahr entsteht, dass sich Ideologien oder Bewegungen entwickeln können, die zu ähnlichen Katastrophen führen wie jene des 20. Jahrhunderts“,
erklärt Fellner. Der gesellschaftliche Zusammenhalt müsse dabei im Mittelpunkt stehen.
„Ausgrenzung darf niemals zur Option werden. Sie darf keine Wahl und schon gar keine Haltung sein“,
betont der Landeshauptmann. Pototschnig ergänzt:
„Unser Auftrag ist klar: Wir stehen für ein Kärnten, in dem Zusammenhalt stärker ist als Spaltung. Für ein Land, in dem jede und jeder in Würde leben kann.“
Der 8. Mai sei daher nicht nur ein Tag des Erinnerns, sondern auch ein Auftrag für die Zukunft – für eine Gesellschaft, die Demokratie verteidigt, Verantwortung übernimmt und Menschlichkeit niemals relativiert.


